Mittwoch, 12. August 2009

Dies Blatt fand ich in einem Buch


Manichäerlegende
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Ursprünglich stehen sich zwei Reiche gegenüber: das Lichtreich und das Finsternisreich. Das Gleichgewicht wird gestört durch einen Angriff, den die Wesen der Finsternis-Reiches auf das Lichtreich unternehmen. Die Wesen des Lichtreiches weisen den Angriff ab. Wie aber sollen sie nun antworten? Es kann nicht alles beleiben wie vorher, der Gegensatz von Licht und Finsternis ist zu dem Gegensatz von Gut und Böse geworden.

Eine Strafe zu verhängen ist unmöglich, weil es im Lichtreich nur Gutes gibt. Eine Strafe wäre bereits durch das Böse bestimmt, das im Lichtreich gänzlich fehlt.

So können die Wesen des Lichtreiches nur dadurch antworten auf den Angriff, dass sie einen Teil ihres Wesens opfern und in das Finstere sich mischen lassen. Sie entlassen einen aus ihren Reichen. Licht mischt sich der Finsternis ein. Wo es wirkt, zieht es Finsteres verwandelnd an sich. Dafür werden andere Bestandteile des Finsternisreiches nur umso finsterer gegen das Licht.

So naht einmal der große Weltbrand im Finsternisreiche, der die Scheidung herbeiführt. Auf den Flammen steigt empor, was durch den ins Finstere opfernd gemischten Lichtkeim in Licht verwandelt ist. Was finster bleibt, stürzt als Schlacke in den Abgrund. Und nun herrscht das Lichtreich, das Reich des Guten allen, vermehrt durch das, was der Lichtkeim dem Tode der Materie hat entreißen können.

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Ohne Quelle.

Weiß jemand von wem das überliefert ist? Von Rudolf Steiner?
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