Sonntag, 25. November 2012

Anthroposophie wird nur von der Liebe richtig erfasst.


„Und Erkenntnis ist nur die Form, wie durch den Menschen die Mög­lichkeit gegeben werden soll, daß der wahre Geist aus Weltenweiten in menschlichen Herzen sich sammle, damit er von Menschenherzen aus die menschlichen Gedanken durchleuchten könne. Und weil wirklich Anthroposophie nur von der Liebe erfaßt werden kann, deshalb ist sie liebeschaffend, wenn sie in ihrer wahren Art von Menschen ergriffen wird. Deshalb konnte inmitten des wütenden Hasses eine Stätte der Liebe in Dornach gebaut werden. Und Worte, sie werden auf anthro­posophischem Gebiet nicht so geprägt, wie sonst in der Gegenwart Worte geprägt werden, Worte werden geprägt, indem sie alle eigent­lich Bitten sind. Jedes Wort in der Anthroposophie ist im Grunde ge­nommen, wenn es in richtigem Sinne gesprochen wird, eine Bitte, eine andächtige Bitte: die Bitte, daß der Geist zu den Menschen herabkommen möge.


GA 257 Anthroposophische Gemeinschaftsbildung, Erster Vortrag

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