Montag, 29. September 2014

Ein Besuch in Hugoldsdorf - Keine Pläne für die Zukunft

Gut Hugoldsdorf Freiraum

Wir sehen, „was sich ergibt!“ – Was heißt eigentlich „etwas ergibt sich“? 
Hat es etwas mit Ergebung zu tun? Mit Geben? Wer gibt wem was?

Ein sehr gegenwärtiger Gedanke in Hugoldsdorf ist, dass Freiheit Raum braucht. In dem alten Gutshof leben einige Menschen und Renovieren das Gebäude schon seit mehreren Jahren. Durch den liebevollen Innenausbau haben viele der wunderbar hohen Räume einen sehr individuellen Charakter. Auf dem verwunschenen Gelände gibt es baufällige Nebengebäude, die auf Sanierung warten. Aber vielleicht warten sie auch auf gar nichts.


Man versucht hier Ernst zu machen mit Freiheit – mit echter Freiwilligkeit im Tun, ohne Ansprüche und Erwartungen an andere. Und mit der Trennung von Arbeit und Einkommen.
Es gibt keine Konzepte, kein Leitbild, kein erklärtes Ziel. Miete muss hier niemand zahlen, nur einen kleinen Betrag für die Betriebskosten und das Auffüllen des Kühlschranks.

Qualitäten wie „Entschleunigung“, „Entstehen-Lassen“, „Unbefangenheit“ die ja Voraussetzungen für geistige Prozesse sind, werden hier auch im Handgreiflich-Sozialen auffindbar gemacht. Ein spannender Versuch. Und ein „Projekt“, das seinesgleichen sucht – ich war bestimmt nicht zum letzten Mal dort.
Schauen wir, was sich ergibt!

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