Montag, 31. März 2014

Christian Morgenstern starb am 31. März 1914

Berühmt wurde Morgenstern mit den "Galgenliedern". Häufig wurde er auf seine humorvolle Literatur reduziert. Er war aber weit mehr. Aus Belyis "Verwandeln des Lebens":


„In jenen Tagen (wenige Monate vor dessen Tod) bot er einen wunderbaren Anblick:  Ich habe nie eine solche Harmonie von innerer und äußerer Schönheit gesehen; eine geistige Schönheit durchlichtete sein Gesicht wie ein Hauch Morgenröte; solche Augen habe ich bei keinem Menschen gesehen. Ich sehe ihn ... mager, zart, und auf eine beglückende Weise schön; und neben ihm seine Frau, Margareta Morgenstern, mit einem ruhigen, verklärten, pfirsichfarben leuchtenden, begeisterten Gesicht - der Sterbende war ihr Mann ... Ich erinnere mich an die hohe Freude dieser Tage: an die Freude, Morgenstern persönlich kennenzulernen. Sein Lächeln strahlte mir entgegen; er deutete dabei auf seinen Hals, er konnte nicht mehr sprechen; er konnte nur heiser hervorbringen: „Ich freue mich ... ich freue mich, aber ich kann nicht sprechen.“  ... Er hatte nichts „Okkultistisches“, nichts von einem „Jogi“. Morgenstern und ein „Schüler des (Steinerschen) Pfades“ - das wollte nicht zusammenpassen: man braucht nur an die unbekümmerten, zuweilen bissigen Einfälle der futuristischen Galgenlieder zu denken; Morgenstern war Paradoxist, Superanarchist, lange vor Majakowski ... .“

Christian Morgenstern starb am 31. März 1914
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